Rapunzel 2009

Die vielteilige, großformatige Zeichenarbeit vereint persönliche Aspekte mit interpretativen Aspekten des klassischen Märchens. Feine Linien umschreiben die Gestalt einer Frau oder eines jungen Mädchens, daß nachdenklich auf einem Ast eines hohen Baumes sitzt und den Betrachter direkt anzublicken scheint. Einerseits wirkt es, als wolle sie so Kontakt zur Außenwelt suchen, doch andererseits scheinen die Augen wieder ins Leere zu blicken, das Mädchen verloren in ihrer Welt, hoch oben am Baum, weit weg vom Erdboden und von der restlichen Welt. Die Verbindung zur Erde scheint nur gegeben durch die Masse von Haaren, die sich ornamental verspielt um den Körper und den Baum bis hin zum Boden ergießen.